Mit Verstärkung ins neue Jahr
An der diesjährigen Generalversammlung ging es in erster Linie darum, die neuen Vorstandsmitglieder willkommen zu heissen und sie über Vergangenes zu informieren. Das war leider nicht nur erfreulich. Abschrecken liessen sich die neuen Vorstandsmitglieder jedoch nicht. Wer sie sind und was sie motiviert mitzumachen, erfahrt ihr hier.
Rückblick auf das Jahr 2022
Im letzten Jahr haben wir 100% unserer Zeit und Energie in den Aufbau von Autonomía gesteckt. Das war notwendig und es hat sich gelohnt! Denn nun wissen wir, dass das Kooperativemodell tatsächlich funktioniert und den Frauen einen echten Nutzen bringt. Wir konnten zeigen, dass die Kooperative Autonomía ein innovatives und ergebnisorientiertes Projekt ist, das dank der Selbstverwaltung sichere und würdevolle Arbeitsbedingungen schafft. Die 35 Reinigerinnen haben einen fairen Lohn, geniessen die Vorteile des Anstellungsverhältnisses und sind so unabhängig als wären sie selbständig.
Gleichzeitig fehlte uns dadurch die Zeit, uns um unsere eigenen Finanzen zu kümmern. Deshalb sieht das finanzielle Ergebnis auch nicht so rosig aus wie bei Autonomía. Wir werden uns deshalb dieses Jahr verstärkt darum kümmern müssen, dass auch in der Vereinskasse genügend finanzielle Mittel vorhanden sind. Nur so können auch wir uns würdevolle Löhne auszahlen. Dies schreckte unsere neuen Vorstandsmitglieder zum Glück nicht ab. Im Gegenteil – sie verstanden die Ursache, machten schnell konkrete Vorschläge und sagten ihre Unterstützung zu.
Ziele für das Jahr 2023
Ziel dieses Jahr ist es, unsere Positionierung im Ressourcenmarkt zu verbessern, damit wir zu den notwendigen Unterstützungsgeldern kommen. Dazu gehört auch, die Öffentlichkeitsarbeit zu intensivieren. Denn wer Gutes macht, aber nicht darüber spricht, wird auch nicht wahrgenommen. Neben den Vereinsaufgaben ist das Hauptziel dieses Jahr die definitive Entwicklung des ersten Kooperativenmodells. Bis Ende 2023 soll Autonomía stabilisiert, in den Prozessen optimiert und finanziell tragfähig sein.
Ein weiteres Ziel ist die Befähigung der Verwalterinnen in ihren Fachbereichen sowie zur gemeinsamen Führung der Kooperative. Ende 2023 sollen rund 50 Frauen bei der Kooperative angestellt sein und mitbestimmen.
Die positive Wirkung von Autonomía soll vermehrt werden, damit in Zukunft noch mehr Reinigerinnen davon profitieren können. Unsere langfristige Strategie sieht deshalb vor, das gesamte Geschäftsmodell in eine andere Region in der Schweiz zu skalieren. Deshalb entwickeln wir im Moment eine Skalierungsstrategie. Denn für die Zukunft wollen wir gewappnet sein.